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FAcebook

Geschichte der Theaterspielgemeinschaft Lorsch

Vorgeschichte:

Das Theaterspielen in Lorsch hat seine Wurzeln bereits in der Nachkriegszeit.  Zunächst gab es Anfang der 50er Jahre die Theatergruppe Dramacia und dann den eigentlichen Vorläufer der Theaterspielgemeinschaft, die Spielschar (1958), entstanden aus der katholischen Jugend, die im damaligen „Goldenen Stern“ (jetziges Kaufhaus Löffelholz) „Die Geburt“ auf die Bühne brachte. Teilnehmer und Initiatoren waren: Paul Knatz, Bernhard Adrian und der in Lorsch allseits bekannte Architekt Mennel. Aber die Euphorie hielt nicht lange an, denn in den 60er Jahren kam das Theater sozusagen in die Wohnzimmer: Das Fernsehen war ein neues Medium, das zunächst alles in den Schatten stellte. In dieser Zeit war Amateurtheater nicht sonderlich gefragt.  

13. Januar 1983:

Die Geburtsstunde unseres Vereins. An diesem Tag haben sich Leute wie Paul Knatz, Bernhard Adrian und Walter Glanzner zusammengefunden und über die Gründung einer Laienspielschar – zunächst unter dem Dach der Kolpingfamilie – nachgedacht.

In den folgenden Wochen und Monaten:

Für den „Datterich“, der in Lorscher Mundart gespielt werden sollte, wurden gezielt Personen angesprochen. Welche Begeisterung für das Theaterspiel zu der damaligen Zeit bestand, zeigt sich allein an der Tatsache, dass von 18 ausgesuchten Personen 17 spontan ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisierten. Die Rollenbesetzung war eine schwierige Sache, denn Erfahrungen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, hatten die allerwenigsten. Und so glich die Regiearbeit in den Anfangsjahren oftmals eher einem Dressurakt. Aber es gab zahlreiche Talente und von Spiel zu Spiel, von Stück zu Stück haben wir uns in den zurückliegenden Jahren verbessert. Beim Fußball würde man sagen, wir sind inzwischen ein paar Klassen aufgestiegen.  

Seit dem „Datterich“ 1984:

Das Amateurtheater hat wieder einen festen Platz im Lorscher Kulturleben. Der Datterich war eine Initialzündung und eine Erfolgsgeschichte, denn mit sieben ausverkauften Vorstellungen hatte man genau den Geschmack des Publikums getroffen. In den Hauptrollen die unvergessenen Walter Glanzner und Manfred Rothenheber.  

Regiearbeit in den folgenden Jahren:

In den nächsten Jahren teilten sich zwei Regisseure  - Paul Knatz und Walter Glanzner - die Arbeit, beide wurden unterstützt vom technischen Spielleiter Bernhard Adrian. Paul Knatz konzentrierte sich auf klassische Komödien: Der eingebildete Kranke, Der zerbrochene Krug, Der Revisor. Walter Glanzner bearbeitete moderne Boulevardstücke: Schlüssel für zwei, Das Fenster zum Flur, Boeing boeing, Der Mann der sich nicht traut.  

Freilichtaufführungen seit 1988:

Höhepunkte unserer Vereinsgeschichte waren jedoch in den zurückliegenden Jahren zweifellos die Freilichtaufführungen an wechselnden Spielorten: Der Jedermann (1988), Ein Sommernachtstraum (1994), Schule der Frauen (1999), Mutter Courage (2001), Der fröhliche Weinberg (2008), Don Camillo und Peppone (2011), Der Schinderhannes (2016) und Der Froschkönig - Nur für Erwaschsene! (2018).

Fortgang und ein paar Zahlen:

Insgesamt wurden in den 35 Jahren nicht weniger als 35 Stücke aufgeführt (siehe „Repertoire“). Zahlreiche Talente haben dabei mitgewirkt. Es würde den Rahmen sprengen, sie einzeln aufzuzählen. Außerdem läuft man dabei auch Gefahr, dass man den einen oder anderen vergisst. Eines ist jedoch allen gemeinsam: Es hat jedem, der dabei war, trotz mancher stressigen Situation, letztlich sehr viel Spaß gemacht. Mittlerweile ist aus der Amateurschauspielgruppe von zirka 30 Leuten ein respektabler Verein mit über 200 Mitgliedern geworden, der sich aus allen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen zusammensetzt. Über 50 Prozent der Mitglieder sind aktiv im „Theatergeschäft“ tätig. Bei der Theaterspielgemeinschaft Lorsch kann jeder mitmachen, der sich für anspruchsvolles Theater interessiert – sei es aktiv als Darsteller, Mitarbeiter bei den Kulissen und Ausstattungen oder passiv als Zuschauer, jeder ist herzlich willkommen.  

Gründung des Jungen Ensembles:

Darauf können wir besonders stolz sein - es gab inzwischen auch über 20 Aufführungen unseres Jungen Ensembles, der sehr engagierten Nachwuchstruppe unseres Vereins. Ende 1997 gründete sich diese Gruppe unter der Leitung von Tobias Diehl. Das Junge Ensemble bestimmt seinen Spielplan und alle sonstigen Aktivitäten selbstständig, natürlich unterstützt vom Wohlwollen und der aktiven Hilfe des gesamten Vereins. Wer mitmachen möchte, ob Schüler oder Jugendlicher, kann sich mit Christine Andes oder Tanja Dohrmann, Leiterinnen, sowie Andreas Englert, Leiter des „Jungen Ensembles“, in Verbindung setzen. Zurzeit besteht allerdings ein Aufnahmestopp, da sehr viele Kinder und Jugendliche der Gruppe angehören.